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Mal eben ein Handy entgegennehmen? Oder eine Papierliste weiterreichen? Bei der siebten Familienfreizeit der DGhK OWL konnte selbst eine harmlose Gefälligkeit gefährlich werden – zumindest im Spiel. Fast 60 Kinder und Erwachsene verbrachten vom 6. bis 8. November 2026 ein Wochenende auf Gut Bustedt, bei dem neben Workshops und gemeinsamen Aktivitäten auch geheime Mordaufträge für Spannung sorgten.

Kinder schauen bei der Vorführung einer Drohne zu.

Beim Drohnenworkshop wird Technik gemeinsam entdeckt.

Die Regeln waren einfach, die Umsetzung schon schwieriger: Jeder Mitspielende erhielt den Namen einer anderen Person. Ziel war es, dieser möglichst unauffällig einen Gegenstand direkt in die Hand zu geben. Wer ihn annahm, galt als „ermordet“ und musste seine eigene Auftragskarte weitergeben. Damit begann die Suche nach dem nächsten Opfer.

William hatte das Spiel erklärt, an dem sich Kinder und Erwachsene beteiligten. Und natürlich waren bald alle misstrauisch. Da wurde jemand gebeten, kurz ein Handy für ein Foto zu halten, oder eine Papierliste wurde weitergereicht. Plötzlich überlegte man zweimal, bevor man etwas entgegennahm. Selbst alltägliche Gefälligkeiten wurden zur Herausforderung.

Werwolf statt Nachtwanderung

Schon am Freitagabend ging es spielerisch los. Weil der geplante Naturworkshop und die Nachtwanderung ausfallen mussten, kamen Kinder und Eltern zu einem gemeinsamen Spieleabend zusammen. Besonders beim Rollenspiel „Werwolf“ wurde diskutiert, verdächtigt und versucht, die anderen von der eigenen Unschuld zu überzeugen.

Von Drohnen bis Dance Break

Am Samstagvormittag standen sechs Kinderworkshops zur Auswahl: Drohnen, Schach, Dance Break, regenerative Energien, Mathematik und Bikablo. Während die einen sich mit Technik oder kniffligen Aufgaben beschäftigten, konnten andere kreativ werden oder sich bewegen.

Parallel dazu besuchten die Eltern das Seminar „Hochsensible Persönlichkeiten – Besonderheiten verstehen und begleiten“ mit Katharina Kramer. Dabei ging es um die Besonderheiten hochsensibler Menschen und um Erfahrungen aus dem Familienalltag.

Am Nachmittag entstanden beim Origami gefaltete Papierfiguren und beim Gestalten mit Salzteig kleine Kunstwerke. Dazwischen blieb Zeit zum freien Spielen und für spontane Begegnungen.

Ein Kind löst eine Knobelaufgabe mit Holzteilen an einem Tisch.

Knifflige Aufgaben verlangen Konzentration und Ausdauer.

Ein großer schwarzer Ballon schwebt über Kindern im Treppenhaus.

Ein großer Ballon schwebt durch das Treppenhaus.

Kinderdisco und Spieleabend

Am Samstagabend hatten Kinder und Eltern jeweils ihr eigenes Programm. Während die Kinder bei ihrer Disco tanzten, saßen die Erwachsenen zusammen, unterhielten sich und spielten Gesellschaftsspiele.

Gerade diese Mischung machte das Wochenende aus: Die Kinder konnten gemeinsam ihren Interessen nachgehen, während die Eltern Gelegenheit hatten, sich mit anderen Familien auszutauschen.

Zwei Kinder bei farbiger Beleuchtung während der Kinderdisco.

Kinderdisco am Samstagabend.

Zum Abschluss alle wieder zusammen

Auch am Sonntag standen noch einmal Kinderworkshops auf dem Programm. Zum Abschluss versammelten sich alle Teilnehmenden. Die Eltern bedankten sich beim Organisationsteam, das die Familienfreizeit vorbereitet und gestaltet hatte.

Damit endete ein Wochenende, an dem nicht nur gespielt, gebastelt und Neues ausprobiert wurde. Es gab auch reichlich Gelegenheit, alte Bekanntschaften aufzufrischen und neue Kontakte zu knüpfen – und beim nächsten Mal vielleicht etwas vorsichtiger zu sein, wenn jemand einem ganz beiläufig ein Handy in die Hand drücken möchte.